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Xanthan - Was steckt dahinter?

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Ein Einblick in das, was Du täglich isst.

Laura Tarasiewicz
Laura Tarasiewicz 12.12.2015 ca. 7 Min. 29

Xanthan füllt die Lücke, die Gluten zurücklässt. Klingt toll, oder? Denn das Gluten, was herkömmliche Backwaren zusammenhält, kann Xanthan ziemlich gut imitieren. Nie wieder werden Dein Brot oder andere Backwaren in 100 kleine Krümel zerfallen, wenn Du es auch nur ansiehst. Es wird überall verwendet. Namhafte TV- und Hobby-Köche schwören auf Xanthan. Es ist aber auch in vielen Lebensmitteln vertreten, die wir täglich zu uns nehmen. Mayonnaise, Ketchup, Marmelade, Speiseeis und sogar Kosmetika, um ein paar zu nennen, die mit Hilfe von Xanthan ihre verdickte Konsistenz erhalten. Wenn alle das verwenden, muss es doch gut sein, oder?

Glutenfreies Brot ohne Xanthan

Gestatten Bacterium Xanthomonas campestris

Bacterium Xanthomonas campestris, so nennt sich das klitzekleine Lebewesen, das sich von Mais oder Soja ernährt, um das Xanthan zu produzieren. Da der Verbraucher zu dem genauen Nahrungsmittel der Bakterien keine Angaben bekommt, bleibt denjenigen, die beispielsweise an einer Maisallergie leiden oder allergisch auf Soja reagieren, nur ein Ausweg: Darauf zu verzichten. Willst Du Bacterium Xanthomonas campestris mal persönlich kennenlernen, kannst Du Brokkoli oder Kopfsalat über mehrere Tage oder Wochen in Deinem Kühlschrank aufbewahren. Die schwarzen Punkte mit der schleimigen Masse, die sich dann auf Deinem Gemüse bilden, sind diese kleine Übeltäter höchstpersönlich. Da zu Xanthan kein ADI (Acceptable Daily Intake), also die empfohlene Tagesmenge, angegeben wird, ist nicht definierbar, ab wann es bei manchen Menschen abführend wirkt. Zudem kann der menschliche Körper Xanthan nicht verdauen, womit es zu den Ballaststoffen zählt und in Maßen konsumiert werden sollte. Ich möchte mit diesem Beitrag keineswegs davon abhalten Xanthan zu verzehren, denn wie ich eingangs beschrieben habe, können wir gar nicht anders, als es manchmal unbewusst zu konsumieren. Sollte Dir Xanthan noch nie auf der Zutatenliste untergekommen sein, liegt das eventuell daran, dass sein Deckname (Fachleute sagen: Zulassungsnummer) E415 ist.

Ist Xanthan jetzt schlecht?

Ich habe das Web durchforstet und war überrascht wie viel Positives es zu diesem künstlich hergestellten Kleber gibt. Genau das machte mich stutzig, denn wenn man nur Gutes hört, muss doch irgendetwas dahinter stecken. So habe ich Xanthan selbst ausprobiert und hätte ich die Recherche im Nachhinein gemacht, wäre ich wahrscheinlich nicht ständig mit dem Bild konfrontiert gewesen, dass ich gerade die Exkremente von Bakterien in meinen Teig mische. Denn daraus besteht Xanthan im Großen und Ganzen. Doch so natürlich, wie es sich anhört, ist es leider nicht, denn die Bakterien sind gentechnisch manipuliert und Xanthan würde somit in der Natur nicht vorkommen.

Fabelhafte Alternativen gibt es zur Genüge

Was soll ich jetzt tun? Xanthan war mein Leben! Halb so dramatisch. Klar, glutenfreies Gebäck ohne jegliches Bindemittel ist labil. Aber sind wir das nicht alle ein bisschen?! Natürlicher Kleber kommt auch in der Natur vor, auch wenn er nicht so stark ist wie Patex, gibt er Deinem Gebäck dennoch Halt. Hier findest Du eine Liste von Alternativen, die ein fast so gutes Ergebnis erzielen, wie das künstliche Xanthan.

Schauen wir uns mal Guarkernmehl an. Dieses Mehl steht Xanthan in fast nichts nach. Es hat eine optimale Verdickungskraft und bindet Wasser - ebenso wie Xanthan - hervorragend.

Johannisbrotkernmehl ist ebenfalls eine Alternative, wenn Du auf der Suche nach Xanthan-Doppelgängern bist. Das Mehl lässt beispielsweise Brot optimal aufquellen und ist ein gutes Bindemittel.

Flohsamen-Körner - auch bekannt unter dem Namen Fiber Husk (Psyllum) sind nicht nur für diejenigen interessant, die sich Low-Carb ernähren möchten. Denn die Schalen sind zudem ideal, wenn Du ein saftiges Ergebnis beim Backen erzielen möchtest. Ist Dein Brot oder Kuchen saftig, tendiert er weniger zu krümeln. Ähnlich wie bei den Leinsamen, kannst Du die Körner in heißem Wasser aufquellen lassen, um so die volle Wirksamkeit auszuschöpfen.

Schauen wir uns nun also die Leinsamen mal genauer an. Ich habe diese beim Backen von Zimtschnecken verwendet und war begeistert. Genauso wie bei den Flohsamen-Körnern lässt man sie am besten in heißem Wasser aufquellen und erhält nach 10 Min. eine gelartige Masse. Tadaa! So macht man Kleber.

Zu der Familie der Heiß-Wasser-Liebhaber gesellen sich auch die Chia Samen. Sie entfalten ihre Kompetenzen als Klebstoff ebenfalls am besten, wenn sie heiß gebadet werden.

Falls Du weitere natürliche Klebe-Spezialisten kennst, nutze ganz einfach die Kommentarfunktion, sodass andere von der hohen Anzahl an natürlichen Alternativen zu Xanthan erfahren.

Abschließend möchte ich nur nochmal betonen, dass dieser Post keine bekehrende Wirkung haben soll. Ich denke einfach, dass unser Essen schon genügend industrielle Einflüsse abbekommt und ich es nicht noch zusätzlich mit künstlichen Doping-Mitteln vollpumpen muss. In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Weihnachtszeit!

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